Ein weiterer Unitag liegt hinter mir - eher einer von der frustrierenden Sorte. Mittlerweile hat sich alles eingependelt, ich kenne meine ProfessorInnen, Kurse, Tage und Zeiten und langsam lerne ich auch meine Mitstudierenden kennen, die jedoch noch ein bisschen verschlossen sind. Vom Niveau her sind die Kurse sehr unterschiedlich, einen Großteil davon kann man getrost vergessen. Mit Soziologie hat das meist eher weniger zu tun, auch arbeiten die meisten Lehrenden hier mit quantitativen Methoden und beten irgendwelche Statistiken runter, während ich mich eher auf der qualitativen Seite zu Hause fühle (ja, ich weiß, das hab ich jetzt schön ausgedrückt ;-)
Ansonsten fühle ich mich manchmal in die Volksschule zurückversetzt: Wir schreiben jetzt ein Diktat, eins, zwei, drei, los. Im Ernst! Das Kuriose daran ist: Eine Lehrveranstaltungsleiterin erklärt jede Einheit, wie wichtig es ihrer Meinung nach doch nicht sei, dass die Studierenden lernen, selbst mitzuschreiben, selbst mitzudenken und die wichtigen Informationen zu selektieren und danach beginnt, Wort für Wort anzusagen, bis auch die letzte Studentin alles eins zu eins in ihr Heft übertragen hat. Très bizarre!!
Die Masterkurse sind diesbezüglich viel besser! Einer davon taugt mir besonders: "Sociologie de l'action collective et des mouvements sociaux" - leider findet er jeden Freitag um 8 Uhr Früh statt. Aber bis jetzt war ich immer ganz brav dort und habe das auch weiterhin vor! ;-) Und last but not least habe ich sogar einen Kurs gefunden, den ich mir höchstwahrscheinlich für Gender Studies anrechnen lassen kann - also mache ich doch nicht alles nur zu meinem Privatvergnügen...
Sechs Semesterstunden brauche ich, um das Erasmusstipendium zu bekommen, und recht viel mehr wirds auch nicht werden.
Étudier pour le plaisir ... :-)
Dienstag, 9. Oktober 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen