Erasmus ist Erasmus ist nicht Erasmus. Was bedeutet das schon, Erasmus? Jedes Jahr ergreifen Tausende von Studierenden die Möglichkeit, ein Semester oder Jahr an einer anderen europäischen Uni zu studieren und damit neue Länder, Kulturen, Sprachen, Werte- und Bildungssysteme kennenzulernen. Der institutionelle Rahmen ist vorgegeben, doch was jede/r Einzelne daraus macht, ist selbstbestimmt und könnte vielfältiger wohl nicht sein. Und genau das ist das Schöne und Spannende daran! Es gibt kein Rezept dafür, wie so ein Auslandsaufenthalt abläuft, keinen Plan A, nach dem die zu machenden Erfahrungen standardisiert wären ... Mittlerweile habe ich so viele unterschiedliche Berichte, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Meinungen über, mit und durch Erasmus gehört. Und jetzt bin ich dabei, mir mein eigenes "Abenteuer" zu machen, so wie ich es für richtig halte, so wie ich es angehen und leben möchte, Schritt für Schritt, ganz entspannt :-)
Was mir bisher an meinem Auslandssemester gefällt ...
... ist die Unberechenbarkeit und Unvorhersehbarkeit meiner Tage. Finde ich mich an einem Abend inmitten von zehn Schwedinnen wieder, Tacos essend, Wein trinkend, kein Wort verstehend und trotzdem lachend, so streife ich am nächsten Tag alleine durch das mittelalterliche Bergstädtchen Saint-Paul de Vence, genieße den leichten Regen, die fast unwirkliche Atmosphäre, die durch die Musik meines MP3 Players untermalt wird. Laufe ich einen Tag mit zwei Pullis und einer Jacke durch die Gegend und wundere mich über den plötzlichen Kälteeinbruch, so gehe ich am nächsten Tag an den Strand und schwimme im Meer.
... ist die Bandbreite an Gefühlen und Emotionen, die sich mir hier auftut. Von Euphorie, großer Freude und Herzlichkeit über vollkommene Gelassenheit und Ruhe bis hin zu Einsamkeit, Traurigkeit, Schmerz, Eifersucht, etc, ist alles dabei, was die menschliche Gefühlspalette so zu bieten hat. Es gibt Momente, da fühle ich mich stark und unbesiegbar, genieße jede Minute und bin bereit für neue Herausforderungen, und dann wieder hab ich plötzlich Angst, fühle mich allein und so weit weg von allen Menschen, die mir viel bedeuten, vermisse meinen Schatz und kann es kaum erwarten, bis er mich endlich besuchen kommt (... noch 26 Tage ;-)
... ist die französische Sprache, die ich jeden Tag mehr für mich erschließe. Es macht mir total Spass, tiefer in die Sprache einzutauchen, zu versuchen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Manchmal bin ich am Verzweifeln, wenn ich das, was ich sagen will, einfach nicht ausdrücken kann, dann wieder bin ich stolz, dass ich auf der Uni so gut mitkomme, dass ich hier fast ausschließlich Französisch rede, mich eher fernhalte von den Englisch oder Deutsch sprechenden Erasmusstudis. Auf der Uni bin ich die einzige Erasmusstudentin, alle anderen kommen aus Frankreich und sind daher sehr gut als Übungskaninchen (ok, das Wort gibts jetzt ned, aber ihr wisst schon was ich mein) zu gebrauchen ;-) Und auch mit den anderen rede ich Französisch - gespickt mit englischen und deutschen Wörtern. Kauderwelsch sozusagen.
So, das reicht mal für heute ;-)
Bis bald!
Sarrrrah (= französische Version meines Namens)
Samstag, 29. September 2007
Donnerstag, 27. September 2007
La Vie Au Quotidien
Morgen vor einem Monat bin ich in Nizza gelandet! Schon so lange her und doch erst so kurz! Langsam beginnt sich mein Leben hier etwas zu normalisieren, ich fühle mich nicht mehr ganz so im Schwebezustand wie in den ersten Wochen. Mittlerweile bin ich zum vierten Mal umgezogen (wenn man das Hostel zu Beginn mitrechnet) und befinde mich auf der letzten Zwischenstation zu meiner eigenen kleinen Wohnung, die ich am Montag beziehen kann! Freu mich schon sehr darauf! Die Gastfamilie, die mich noch bis 1. Oktober beherbergt, ist jedoch auch sehr nett, hat sogar extra ein Netzwerkkabel durch die Wand gezogen, damit ich in meinem Zimmer Internet surfen kann, und das nutze ich gerade ausgiebig aus! Noch ist es ja leider sehr ungewiss, ob ich in meiner Wohnung Internet empfangen kann, aber ich habe schon einen Plan ... ;-) Nein, im Ernst, hier hat beinahe jedes Lokal, jedes Restaurant W-Lan, und in der Nähe meines Studios gibt es davon Unzählige! Werde versuchen, einen Deal mit einem der Restaurants auszuhandeln, um deren Internet mitbenutzen zu können. Also mal schauen!
Seit dieser Woche hat auch die Uni angefangen und ich hab mich aufs Geratewohl für irgendwelche Kurse eingeschrieben, die die Soziologie hier so anbietet. Ich belege Lehrveranstaltungen aus Bakk und Master und werde einfach schauen, wie es mir dabei so geht. Da ich beschlossen habe, nur die erforderliche Mindeststundenanzahl für das Erasmusstipendium zu machen, da ich mir die Kurse für IE sowieso nicht anrechnen lassen kann, kann ich ja noch selektieren. Bisher freut es mich, dass ich schon zu Beginn halbwegs gut mitkomme auf der Uni, auch wenn die Profs hier irre schnell reden. Mitschriften kopieren ist angesagt. ;-)
Generell komme ich mit der Sprache gut voran. Es gibt zwar Tage, an denen ich keinen geraden Satz herausbringe und mich ärgere, dass ich mich einfach nicht so mitteilen kann, wie ich es gerne möchte, aber grundsätzlich bin ich optimistisch gestimmt. Jaja, die Sarah, immer optimistisch... :-p
Meine Gastfamilie spricht auch immer brav mit mir, erklärt mir Vokabeln und Grammatikregeln genauso wie die französische Integrationspolitik. ;-)
Mittlerweile habe ich auch schon einige Leute kennengelernt, von denen jedoch viele bald abreisen werden. Laura, die "peruanische Schwedin", ist für mich im Moment so die zentrale Figur, mit der ich viel unternehme. Und ab Montag wohnen wir quasi Tür an Tür!
Nagut, ihr Lieben, ich werd mich jetzt mal auf den Weg zur Uni machen ... Hoffentlich wird es diesmal spannender, als an meinem ersten Unitag.
Seit gestern ist es hier übrigens ziemlich kalt und unfreundlich! Hat wie aus Kübeln gegossen und ist seitdem nicht mehr wirklich warm geworden. Ich glaub, ich werd mir heut noch meine Jacke organisieren, die sich in meinem anderen Koffer in Lauras Appartement befindet. Brrr.
À bientôt! Sarah
Seit dieser Woche hat auch die Uni angefangen und ich hab mich aufs Geratewohl für irgendwelche Kurse eingeschrieben, die die Soziologie hier so anbietet. Ich belege Lehrveranstaltungen aus Bakk und Master und werde einfach schauen, wie es mir dabei so geht. Da ich beschlossen habe, nur die erforderliche Mindeststundenanzahl für das Erasmusstipendium zu machen, da ich mir die Kurse für IE sowieso nicht anrechnen lassen kann, kann ich ja noch selektieren. Bisher freut es mich, dass ich schon zu Beginn halbwegs gut mitkomme auf der Uni, auch wenn die Profs hier irre schnell reden. Mitschriften kopieren ist angesagt. ;-)
Generell komme ich mit der Sprache gut voran. Es gibt zwar Tage, an denen ich keinen geraden Satz herausbringe und mich ärgere, dass ich mich einfach nicht so mitteilen kann, wie ich es gerne möchte, aber grundsätzlich bin ich optimistisch gestimmt. Jaja, die Sarah, immer optimistisch... :-p
Meine Gastfamilie spricht auch immer brav mit mir, erklärt mir Vokabeln und Grammatikregeln genauso wie die französische Integrationspolitik. ;-)
Mittlerweile habe ich auch schon einige Leute kennengelernt, von denen jedoch viele bald abreisen werden. Laura, die "peruanische Schwedin", ist für mich im Moment so die zentrale Figur, mit der ich viel unternehme. Und ab Montag wohnen wir quasi Tür an Tür!
Nagut, ihr Lieben, ich werd mich jetzt mal auf den Weg zur Uni machen ... Hoffentlich wird es diesmal spannender, als an meinem ersten Unitag.
Seit gestern ist es hier übrigens ziemlich kalt und unfreundlich! Hat wie aus Kübeln gegossen und ist seitdem nicht mehr wirklich warm geworden. Ich glaub, ich werd mir heut noch meine Jacke organisieren, die sich in meinem anderen Koffer in Lauras Appartement befindet. Brrr.
À bientôt! Sarah
Mittwoch, 19. September 2007
und weils grad so schoen ist ...

... lade ich noch ein Foto von mir rauf, damit ihr mich nicht vergesst ;-)
Die Uni faengt bei mir uebrigens naechste Woche an! Letzten Freitag gab es eine Art Infoveranstaltung fuer alle Erasmus Studierenden, mit einem riesigen Buffet, so lecker!!! Die Uni selbst ist in Nizza dezentral angelegt, das heisst, es gibt verschiedene Campuse. Und dieser Journée d'Accueil fand im Hauptgebauede statt - einem riesigen Schloss inmitten eines grossen Palmengartens!! Bin fast traurig, dass ich nicht Biologie oder so was studiere! Mein Campus ist dafuer gut erreichbar von meiner Wohnung, ein ganz neu errichtetes Gebauede, das zu grossen Teilen noch immer Baustelle ist.
noch mehr Fotos
Und das hier ist meine Strasse, in der sich mein kleines Studio befindet. Rue Benoît Bunico. Mitten in der Altstadt gelegen, ganz hoch oben im letzten Stockwerk, das gibt Kondition :) Freu mich schon sehr drauf, endlich einziehen zu koennen. Im Moment fuehle ich mich eher wie eine Nomadin, die noch nicht ganz angekommen ist. Noch wohne ich im grossen und schoenen Appartement meiner Eltern, das sie fuer eine Woche hier gemietet haben, am Donnerstag geht es dann zu meiner zweiten Gastfamilie fuer weitere 10 Tag und dann, endlich, ist der erste Oktober gekommen und ich kann sesshaft werden. ;-)
Fotos :-)
Endlich kann ich mal ein paar Fotos auf meinen Blog laden! Das will ich schon lange, hatte aber weder einen funktionierenden Computer noch einen USB Stick, doch diese Probleme sind nun geloest!! Mein Papa hat einen Laptop fuer mich aufgetrieben, den ich ein halbes Jahr benutzen kann. In der Zwischenzeit versucht er, meinen Laptop mit einer neuen alten Festplatte wieder hinzukriegen, die wir bei Ebay ersteigert haben. Glueck im Unglueck sozusagen :)
Nagut, das hier sind wohl die klassischen Nizza-Aufnahmen, die jedeR TouristIn macht, aufgenommen vom Colline du Château, der die Altstadt begrenzt. Auf dem ersten Foto sieht man den Strand und die Promenade des Anglais, wo es sich wunderbar flanieren und Inlineskaten laesst und sich ausserdem so obskure Gestalten finden, wie ein "echter" Michael Jackson, der jeden Tag seine hoechst amuesanten Moves seinem begeisterten Publikum vorfuehrt ;-)
Das zweite Foto, schwer zu erraten, der Hafen, fotografiert von der anderen Seite des Burgbergs.
Mittwoch, 12. September 2007
pas de bonnes nouvelles ...
einen tag eine gute, dann wieder eine schlechte neuigkeit ;) an das auf und ab hier muss ich mich wohl gewoehnen! heut hat der computerfritze der sprachschule endgueltig seine hoffnungen aufgegeben, dass mein laptop wieder werden koennte. diagnose: die festplatte hat das zeitliche gesegnet. merde! hab gleich nachhause gemailt und eine neue festplatte bestellt, denn schon am freitag kommen mich meine eltern besuchen und koennten mir so ein drum mitbringen. hab keine ahnung, wieviel das kostet! so oft wie mich mein laptop schon im stich gelassen hat, sollte ich mir ja eigentlich einen neuen besorgen; aber gerade jetzt, wo ich auch so schon genug ausgaben habe ...
ach ja, moechte mich an dieser stelle bei all jenen bedanken, die mich mit lieben mails versorgen! freue mich ueber jedes einzelne! :-) und auch kommentare sind natuerlich erwuenscht ;-)
ach ja, moechte mich an dieser stelle bei all jenen bedanken, die mich mit lieben mails versorgen! freue mich ueber jedes einzelne! :-) und auch kommentare sind natuerlich erwuenscht ;-)
Dienstag, 11. September 2007
holt den champus raus ...
... denn ich hab endlich eine wohnung!!! und es ist wirklich eine wohnung, ganz fuer mich alleine! sie ist zwar winzig, hat quasi nur ein zimmer mit kleiner kochnische und ein bad, das gerade mal eineinhalb quadratmeter gross ist, aber immerhin!!! :-)
die wohnung liegt direkt in der altstadt von nizza, also einfach perfekt und ist fuer nizzanische verhaeltnisse beinahe billig. aber nur beinahe. 450 euro muss ich dafuer pro monat hinlegen, aber mit der CAF, der staatlichen wohnbeihilfe, werde ich so ca. auf 300 euro kommen und das geht doch fuer eine eigene kleine wohnung mitten in nizza, einer der teuersten staedte europas. ist auch super zur uni gelegen und nette fortgehmoeglichkeiten sowie das meer befinden sich ums eck. das lange suchen und zittern hat sich also ausgezahlt! hab ganz zufaellig den tipp von einer der sekretaerinnen meiner sprachschule bekommen und gar nicht damit gerechnet! :-) jetzt kann ich mich endlich entspannen!
der einzige haken ist, dass die wohnung voraussichtlich erst ab ersten oktober frei wird, ich also nach dieser woche, wo ich noch bei meiner gastmama wohnen kann, zwei wochen zu ueberbruecken hab. aber in der sprachschule sind sie so nett und versuchen mir noch zwei weitere wochen gastfamilie zu organisieren. oh yeah! :-)
die wohnung liegt direkt in der altstadt von nizza, also einfach perfekt und ist fuer nizzanische verhaeltnisse beinahe billig. aber nur beinahe. 450 euro muss ich dafuer pro monat hinlegen, aber mit der CAF, der staatlichen wohnbeihilfe, werde ich so ca. auf 300 euro kommen und das geht doch fuer eine eigene kleine wohnung mitten in nizza, einer der teuersten staedte europas. ist auch super zur uni gelegen und nette fortgehmoeglichkeiten sowie das meer befinden sich ums eck. das lange suchen und zittern hat sich also ausgezahlt! hab ganz zufaellig den tipp von einer der sekretaerinnen meiner sprachschule bekommen und gar nicht damit gerechnet! :-) jetzt kann ich mich endlich entspannen!
der einzige haken ist, dass die wohnung voraussichtlich erst ab ersten oktober frei wird, ich also nach dieser woche, wo ich noch bei meiner gastmama wohnen kann, zwei wochen zu ueberbruecken hab. aber in der sprachschule sind sie so nett und versuchen mir noch zwei weitere wochen gastfamilie zu organisieren. oh yeah! :-)
Sonntag, 9. September 2007
avez-vous encore une chambre à louer?
dieser satz ist im moment der wohl wichtigste und am haeufigsten ausgesprochene, der mich tag fuer tag begleitet - naemlich so lange, bis ich endlich ein passendes wg zimmer fuer mich gefunden habe. und das ist schwieriger, als ich mir gedacht habe!!
die mir noch in oesterreich angebotene hilfe einer studentischen organisation, CROUS, mir vor ort bei der suche eines "logements en ville" behilflich zu sein, entpuppte sich als nur wenig hilfreich, denn alles was ich bekam, war der zugang zu einer internetseite, in der vermieterInnen ihre wohnungsangebote reinstellen koennen.
bald stellte sich heraus:
- wg-zimmer ab 500 euro sind keine seltenheit (die preise gehen rauf bis zu 1000 euro)
- die mehrheit der akzeptablen zimmer kostet zwischen 400 und 450 euro
- zimmer, die unter 400 euro kosten, sind entweder schon vergeben, in einer gefaehrlichen gegend, wo man sich nachts alleine nicht auf die strasse trauen braucht (vor allem als frau), oder absolut abgefuckt, alt und dreckig
- in frankreich stellt man sich nicht bei seinen zukuenftigen mitbewohnerInnen vor, sondern direkt beim vermieter, der die zimmer einzeln vergibt. so kann es jederzeit sein, dass der vermieter in der wohnung steht und alles herzeigt und du sitzt grad gemuetlich beim cafe. oder dass du aufs klo gehen willst und auf einmal fehlt die klotuere, weil sie gerade vom vermieter neu gestrichen wird (hab ich alles schon gesehen!)
es gibt dann noch eine homepage, www.appartager.com. das ist sowas wie "wg gesucht". hier kann frau ihr profil erstellen und dann mit leuten, die mitbewohnerInnen suchen in kontakt treten und umgekehrt. das hab ich gemacht und jetzt bekomme ich vor allem post von irgendwelchen maennern jenseits der 40, die ernsthaft glauben, dass ich ihre mitbewohnerin werden moechte!! très bizarre!
nun ja, wie ihr euch denken koennt, war ich bis jetzt noch nicht sehr erfolgreich!! aber ich fuerchte, es wird mir nichts anderes uebrigbleiben, als fuer die 5 monate, die ich hier bin, tiefer in die tasche zu greifen ... tiefer als mir lieb ist!
gestern hab ich mit der sprachschule einen schoenen tag in antibes verbracht, einer suessen kleinen nachbarstadt, nur eine halbe stunde mit dem zug, und mit sandstrand ;)
das hat mich ein bisschen von meinen wohnungssuchsorgen abgelenkt. aber schon heute geht die suche lustig weiter.
wuenscht mir glueck!!!
à bientôt!
die mir noch in oesterreich angebotene hilfe einer studentischen organisation, CROUS, mir vor ort bei der suche eines "logements en ville" behilflich zu sein, entpuppte sich als nur wenig hilfreich, denn alles was ich bekam, war der zugang zu einer internetseite, in der vermieterInnen ihre wohnungsangebote reinstellen koennen.
bald stellte sich heraus:
- wg-zimmer ab 500 euro sind keine seltenheit (die preise gehen rauf bis zu 1000 euro)
- die mehrheit der akzeptablen zimmer kostet zwischen 400 und 450 euro
- zimmer, die unter 400 euro kosten, sind entweder schon vergeben, in einer gefaehrlichen gegend, wo man sich nachts alleine nicht auf die strasse trauen braucht (vor allem als frau), oder absolut abgefuckt, alt und dreckig
- in frankreich stellt man sich nicht bei seinen zukuenftigen mitbewohnerInnen vor, sondern direkt beim vermieter, der die zimmer einzeln vergibt. so kann es jederzeit sein, dass der vermieter in der wohnung steht und alles herzeigt und du sitzt grad gemuetlich beim cafe. oder dass du aufs klo gehen willst und auf einmal fehlt die klotuere, weil sie gerade vom vermieter neu gestrichen wird (hab ich alles schon gesehen!)
es gibt dann noch eine homepage, www.appartager.com. das ist sowas wie "wg gesucht". hier kann frau ihr profil erstellen und dann mit leuten, die mitbewohnerInnen suchen in kontakt treten und umgekehrt. das hab ich gemacht und jetzt bekomme ich vor allem post von irgendwelchen maennern jenseits der 40, die ernsthaft glauben, dass ich ihre mitbewohnerin werden moechte!! très bizarre!
nun ja, wie ihr euch denken koennt, war ich bis jetzt noch nicht sehr erfolgreich!! aber ich fuerchte, es wird mir nichts anderes uebrigbleiben, als fuer die 5 monate, die ich hier bin, tiefer in die tasche zu greifen ... tiefer als mir lieb ist!
gestern hab ich mit der sprachschule einen schoenen tag in antibes verbracht, einer suessen kleinen nachbarstadt, nur eine halbe stunde mit dem zug, und mit sandstrand ;)
das hat mich ein bisschen von meinen wohnungssuchsorgen abgelenkt. aber schon heute geht die suche lustig weiter.
wuenscht mir glueck!!!
à bientôt!
Mittwoch, 5. September 2007
erste eindruecke
salut!
fuenf tage bin ich nun schon in nizza und habe mich weder an die vertauschten buchstaben hiesiger tastaturen gewoehnt noch einen wirklich gut funktionierenden computer gefunden, der mir das regelmaessige mail schreiben, skypen oder blog updaten leicht machen wuerde. in meiner sprachschule gaebe es zwar w-lan, doch habe ich es mal wieder geschafft, meinen laptop zum abstuerzen zu bringen und jetzt verweigert er mir seine dienste und laesst sich nicht mehr einschalten. und noch hab ich mich nicht getraut, der festplatte mit einem schraubenzieher zu leibe zu ruecken.
im moment wohne ich bei meiner gastmama, die so nett ist, ueber meine zahlreichen fehler und mangelhaften vokabelkenntnisse hinwegzusehen und mit mir ueber die franzoesische arbeitslosenrate zu diskutieren ;)
mein zimmer ist ganz in lila gehalten, von den vorhaengen ueber die bettwaesche bis hin zu den waenden, so dass ich mich wie eine prinzessin fuehle ;)
es war eine gute idee, fuer die ersten wochen eine gastfamilie auszusuchen, denn so habe ich gesellschaft, kann franzoesisch ueben und bin trotzdem unabhaengig.
nizza ist eine sehr schoene, typisch mediterane stadt, mit vielen strassencafes, kleinen laeden und einem langen (stein)strand und ein toller ausgangspunkt, um die côte d'azur und die vielen anderen kleinen orte zu erkunden. im moment bin ich noch viel alleine unterwegs und oft denke ich mir, dass ich meine eindruecke gerne mit jemandem teilen wuerde! in der sprachschule sind vor allem deutsche (tussis), die unter sich bleiben und wieder nur deutsch reden die ganze zeit. dazu hab ich keine lust. wenn ich schon hier bin, will ich wenigstens gut franzoesisch lernen!
aber ich hab schliesslich auch keinen stress! ich mache einen schritt nach dem anderen und habe noch viel zeit. auch zum leute kennenlernen.
nun muss ich nur noch die franzoesische buerokratie bewaeltigen, aber das ist eine andere geschichte. beim naechsten mal dann! ;)
viele liebe gruesse an alle!
sarah
fuenf tage bin ich nun schon in nizza und habe mich weder an die vertauschten buchstaben hiesiger tastaturen gewoehnt noch einen wirklich gut funktionierenden computer gefunden, der mir das regelmaessige mail schreiben, skypen oder blog updaten leicht machen wuerde. in meiner sprachschule gaebe es zwar w-lan, doch habe ich es mal wieder geschafft, meinen laptop zum abstuerzen zu bringen und jetzt verweigert er mir seine dienste und laesst sich nicht mehr einschalten. und noch hab ich mich nicht getraut, der festplatte mit einem schraubenzieher zu leibe zu ruecken.
im moment wohne ich bei meiner gastmama, die so nett ist, ueber meine zahlreichen fehler und mangelhaften vokabelkenntnisse hinwegzusehen und mit mir ueber die franzoesische arbeitslosenrate zu diskutieren ;)
mein zimmer ist ganz in lila gehalten, von den vorhaengen ueber die bettwaesche bis hin zu den waenden, so dass ich mich wie eine prinzessin fuehle ;)
es war eine gute idee, fuer die ersten wochen eine gastfamilie auszusuchen, denn so habe ich gesellschaft, kann franzoesisch ueben und bin trotzdem unabhaengig.
nizza ist eine sehr schoene, typisch mediterane stadt, mit vielen strassencafes, kleinen laeden und einem langen (stein)strand und ein toller ausgangspunkt, um die côte d'azur und die vielen anderen kleinen orte zu erkunden. im moment bin ich noch viel alleine unterwegs und oft denke ich mir, dass ich meine eindruecke gerne mit jemandem teilen wuerde! in der sprachschule sind vor allem deutsche (tussis), die unter sich bleiben und wieder nur deutsch reden die ganze zeit. dazu hab ich keine lust. wenn ich schon hier bin, will ich wenigstens gut franzoesisch lernen!
aber ich hab schliesslich auch keinen stress! ich mache einen schritt nach dem anderen und habe noch viel zeit. auch zum leute kennenlernen.
nun muss ich nur noch die franzoesische buerokratie bewaeltigen, aber das ist eine andere geschichte. beim naechsten mal dann! ;)
viele liebe gruesse an alle!
sarah
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